Je suis charlie

09. Januar 2015

Als regelmäßiges Kommunikationstool hat dieser Blog längst ausgedient. Zu marginal scheinen mir letztlich jene Dinge, die ich hier aufgreifen könnte. Das Netz bietet so viele wunderbare Inhalte – ich habe mich dagegen entschieden, mich tagesaktuell an dieser Informationsflut zu beteiligen.

Wie sagte kürzlich eine Nichte zu mir: „Die Welt ist das Unscharfe außerhalb des Smartphones“. Das echte Leben findet außerhalb unserer digitalen Räume statt.

Und gerade deshalb treibt mich das Bedürfnis, Stellung zu beziehen, meine Chance auf freie Meinungsäußerung doch noch spät abends an den Rechner und in das Content-Management-System meines Blogs. Denn, der Blick auf die Seite von Reporter ohne Grenzen hat es mir wieder klar vor Augen geführt: Wir leben auf einer Insel der Glückseligen. Presse- und Meinungsfreiheit sind ein Gut, das uns hier in Deutschland des Jahres 2015 ganz selbstverständlich scheint – und das doch so wertvoll ist.

Das Attentat von Paris auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ist ein Anschlag auf dieFreiheit von uns allen – in ganz Europa. Wo Menschen statt den Diskurs zu suchen, zur Waffe greifen, ist nicht nur die Pressefreiheit in Gefahr. Selbst als Journalistin in einem weitgehend unp0litischen Themenkomplex bin ich von dem Terroranschlag tief betroffen.

Diesen extremistischen, gewalttätigen Strömungen wie sie in Frankreich zum Ausbruch gekommen sind, können wir nur entgegen treten, indem wir dem Anderssein eine Chance geben, das Fremde aus ganzem Herzen willkommen heißen und Menschen, die zu uns kommen eine neue Heimat bieten. Wir müssen gemeinsam mit unserem Gegenüber die Welt, in der wir Leben, gestalten – und allen ausgrenzenden, radikalen und menschenverachtenten Tönen eine klare Absage erteilen.

Je suis charlie.

Gute Vorsätze

26. November 2013

Auf meinem Schreibtisch liegt ein Artikel über Strategieplanung, der dringend geschrieben werden will.  Doch Muße braucht ihre Zeit, die richtige Zeit. Und an manchen Tagen schleicht es sich so ganz vortrefflich um die Dinge, die getan werden wollen. So, wie regelmäßiger als bisher Blog-Einträge zu verfassen… Wer Dinge plant, muss wissen, wohin die Reise geht. Auch, wenn es sich „nur“ um Blog-Beiträge handelt. Da zitiere ich nur zu gerne den Dialog von Alice-im-Wunderland mit der Cheshire-Katze an einer Wegkreuzung: „Sag mal Katze, in welche Richtung soll ich gehen?“ „Wohin willst Du denn?“ „Ach, das ist mir eigentlich egal“ „Dann kannst Du auch jeden Weg nehmen – alle sind gleich gut“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Spätestens, wenn die Gedanken allzusehr schweifen, ist es an der Zeit, sich über das richtige Ziel Gedanken zu machen. Soweit zumindest, der gute Vorsatz.

Sommerzeit

16. Juli 2013

Lang ersehnt, ist er endlich da: Der Sommer 2013. Nachdem wir also direkt von den Winterstiefeln in die Flip-Flops umgestiegen sind, kitzeln mich die Sonnenstrahlen durch mein Bürofenster an der Nase und erinnern mich daran, dass es auch noch ein Leben jenseits des Schreibtisches gibt…

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Wörter machen Welten

10. Dezember 2012

Wer sich lange genug intensiv mit Sprache beschäftigt, kann irgendwann gar nicht mehr anders, als hinter die Fassade vonFormulierungen zu schauen. Wörter machen Welten – bei manchen Vokabeln wird dies besonders augenfällig. lesen Sie den ganzen Artikel …